Hakuoki: Edo Blossoms im Review

Nach Hakuouki: Kyoto Winds schafft es nun auch die Fortsetzung, Hakuouki: Edo Blossoms, in unsere Breiten. Freunde des Franchises und alle, die das im Vorjahr erschienene Kyoto Winds gespielt haben, können nun endlich das Ende der Geschichte der berühmten Shinsengumi erleben. Die hochwertige historische Visual-Novel aus dem Reverse-Harme-Genre ist für PS Vita und über Steam verfügbar.

To be continued…

Edo Blossoms knüpft nahezu nahtlos an die Geschehnisse von Kyoto Winds an – sofern ihr dort das gute Ende erreichen konntet. Die Geschichte beginnt in Edo, wo ihr euch mitten im Bürgerkrieg wiederfindet. Zwar gibt euch das Spiel ein kurzes Recap der wichtigsten Ereignisse, für einen Spieldurchgang ohne Vorwissen reicht das jedoch nicht wirklich. Einerseits, weil die Zusammenfassung des Vorgängers äußerst dürftig ist, andererseits weil die Bachelors nicht mehr vorgestellt werden. Anders als in Kyoto Winds, wo ihr eine Storyline spielt, die sich nur in kurzen Bachelor-spezifischen Szenen unterscheidet, wählt ihr in Edo Blossoms bereits vor Spielbeginn den Samurai aus, dem ihr euer Herz schenken wollt. Seine Route verfolgt ihr dann ohne die Möglichkeit zu wechseln. Es empfiehlt sich daher den Vorgänger zu spielen, oder, alternativ, die erste Staffel des Anime anzusehen. Falls euch 12 Folgen zu lange dauern könnt ihr auch den ersten Hakuouki Film ansehen. Wer gerne Live Action hat kann sich natürlich auch das Musical zu Gemüte führen. Inhaltlich unterscheiden sich diese Optionen nur in Länge und Details, sind aber in den Hauptpunkten der Story ident. Eingefleischte Fans des Franchise wollen sich aber natürlich alles einverleiben, denn nur so entgeht einem wirklich kein Detail.

Alles eine Frage des Blickwinkels

In der Möglichkeit eine spezifische Route zu wählen, liegt der große Vorteil zum Vorgänger. Wer in Kyoto Winds mehrere Routen testen wollte musste immer wieder durch dieselbe Story durch, nur um wenige Minuten neuen Content mit dem ausgewählten Mitglied der Shinsengumi zu genießen. In Edo Blossoms breitet sich aber je nach Auswahl eine komplett andere Facette derselben Geschichte vor euch aus. Da das Spiel viel Wert auf historische Ereignisse legt, bleiben diese natürlich gleich, alles andere ändert sich jedoch mit euren Entscheidungen. Zur Auswahl stehen die sechs Shinsengumi Captain: Euer selbsternannter Bräutigam, zwei weitere altbekannte Gesichter aus den Reihen der Shinsengumi und drei Neuzugänge, die ihr Debüt in Kyoto Winds gemacht haben und im Anime nicht vorkommen. Einer davon – Überraschung – ist sogar der Zwillingsbruder eures Charakters. Na wenn das nicht vielversprechend klingt! Das Spiel verfügt über 30 verschiedene Enden und garantiert euch ein vorzeitiges Ende durch Charaktertod, falls ihr nicht die richtigen Entscheidungen trefft. Auch hier ist Vorwissen über das Franchise von Vorteil.

Golden Blossom

Neben seiner packenden Geschichte besticht Edo Blossoms wie sein Vorgänger mit hinreißender Synchronisation und wunderschönem Artwork – diesmal mit noch lebendigerer Animation! Dadurch, dass sich die Geschichte je nach Bachelor ändert wird das Spiel auch bei wiederholten Durchgängen nicht langweilig. Gerade jenen, die durch das Ende des Anime frustriert waren wird hier die Gelegenheit gegeben ein besseres Ende für den Hauptcharakter und den Bachelor eurer Wahl zu erlangen. Wer aber auf der Suche nach einer fröhlichen, glücklich endenden Geschichte ist, wird leider nicht in jeder Route fündig werden. Das Spiel bleibt an die historischen Ereignisse angelehnt und ist dementsprechend bedrückend.

Ein würdiges Ende

Als alter Fan der Serie freut es mich, endlich Hakuoki: Edo Blossoms spielen zu können. Es ist um einiges erfrischender als Kyoto Winds und eignet sich mit seinen zwei bis drei Stunden pro Route perfekt für zwischendurch. Die vielfältigen Stränge machen Lust darauf alle Bachelors zu testen, denn sie werfen neues Licht auch auf jene Charaktere, die bis dahin nicht besonders interessant präsentiert wurden, was noch mehr dazu verleitet auch deren Routen zu testen.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass auch der Ableger über das High School Alternative Universe auch noch zu uns kommt!

Was uns gefallen hat:

  • Großartiger Inszenierung
  • Mehr Fanservice
  • Humorvolle Präsentation

Was uns nicht so gut gefallen hat:

  • Nutzlose Protagonistin
  • Könnte mehr Optionen haben

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von idea factory ein Review-Code für Playstation Vita zur Verfügung gestellt. Habt ihr Reverse-Harem Geheimtipps zu denen ihr immer wieder zurückkehrt? Oder zieht ihr die Waifus den Husbandos vor? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

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