The Men of Yoshiwara: Kikuya im Review

Mencandy nun auch für die Switch

Mit The Men of Yoshiwara: Kikuya schafft es nun auch ein Vertreter des Reverse Harem Dating Sim-Genres auf die Switch. Neu ist das Spiel freilich nicht: seit 2015 ist es bereits auf Steam und für PS Vita erhältlich und hat 2016 mit The Men of Yoshiwara: Ohgiya auf Steam auch schon einen Nachfolger erhalten.. Liebhaber des Genres können nun endlich auch auf der Nintendo Konsole Männerherzen erobern.

Gentlemen of the Night

The Men of Yoshiwara: Kikuya besticht mit einem äußerst simplen Plot. In der Mitte einer Insel, weit entfernt vom Festland, liegt das Rotlichtviertel Yoshiwara. Dort sind alle männlichen Inselbewohner als Kurtisanen tätig. Da es sich bei den meisten um Sklaven handelt, dürfen sie das Viertel nicht verlassen und müssen dort ihre Dienste anbieten. Von den Frauen wird dieses wunderbare Viertel zur Vergnügung und zur Fortpflanzung genutzt. Der Hauptcharakter begibt sich zum ersten Mal an hierher, um ein Paket im bekannten Bordell Kikuya abzugeben. Die dort anwesenden Herrschaften sind sehr erfreut über den Besuch und wie es der so Zufall will geschieht eine Verwechslung und der Manager des Etablissements, Iroha, bietet uns an über Nacht zu bleiben und einen Mann auszuwählen…

Husband and wife for one night

Kikuya bedient sich einerseits klassischen Rotlichtelementen wie Gesang und Tanzaufführungen der jungen Herren, andererseits entscheiden die Kurtisanen selbst, wie weit sie in einer Nacht gehen. Je nach ausgewähltem Charakter kann es daher vorkommen, dass man auf seine PG-16 Szenen länger warten muss. Anders als bei den meisten Dating Sim Games spielt man bei The Men of Yoshiwara nicht eine einzige Story, bei der man mit allen Bachelors interagiert, sondern bekommt je nach Auswahl eine eigene, auf den Auserwählten zugeschnittene, Geschichte die mit den anderen Routen wenig gemeinsam hat. So werden in jeder Route nur jene Charaktere vorgestellt, die dem Junggesellen nahestehen und ,am muss nicht immer Teile derselben Story erneut spielen. Man durchlebt also jedes Mal eine gänzlich andere Geschichte mit anderen Wendungen, wodurch das Spiel länger interessant bleibt als viele Vertreter des Genres.

Don’t judge a book by its cover

Fans des Genres, die dank anderer Titel gewisse Ansprüche entwickelt haben, könnten von The Men of Yoshiwara anfangs durch den eigenen Zeichenstil oder die mangelnde Synchronisation etwas abgeschreckt werden. Die wenig aussagekräftige Beschreibung im Nintendo Store hilft leider auch nicht dabei Interessenten zu gewinnen. Wenn man dem Spiel aber eine Chance gibt, wird man schnell bemerken, dass es durchaus einige Vorzüge gegenüber den herkömmlichen Dating Sims hat. Darunter sind nicht nur die oben erwähnten abwechslungsreichen Stories, sondern auch die kurz und knackige Präsentation. In ein bis zwei Stunden kommt man gemütlich durch die Route eines beliebigen Bachelors, ohne sich mit komplizierten Plots oder langen Phasen ohne Entscheidungsmöglichkeit aufzuhalten – gerade für jene, die nicht gerne stundenlang Texte auf der Konsole lesen ein Vorteil. Auch die männlichen Charaktere entsprechen nicht immer den klassischen Stereotypen und bestechen durch berührende Hintergründe und einnehmende Persönlichkeit. Der weibliche Hauptcharakter ist leider klassisch dümmlich naiv. So sehr, dass es manchmal fast etwas weh tut.

Ein Spiel für gewisse Stunden

The Men of Yoshiwara: Kikuya ein würdiger Vertreter seines Genres, der einige Stunden kurzweilige Unterhaltung und einnehmende Stories bereithält. Ein tiefgreifendes Setting, hinreißende Synchronisation und eine emotional erschütternde Story à la Hakuouki bietet es zwar nicht, aber das schadet dem Unterhaltungsfaktor wenig. Wenn einen das rollenvertauschte Rotlichtsetting anspricht und der Sinn nach einer schnellen Romanze steht ist man bei Men of Yoshiwara: Kikuya bestens aufgehoben. Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Vertreter des Genres für die Switch erscheinen werden.

Was uns gefallen hat:

  • Abwechslungsreiche Routen
  • Schönes Artwork
  • Unterhaltsame Wendungen

Was uns nicht so gefallen hat:

  • Kein Voice Over
  • Simple Animationen
  • Unschuldiger, dümmlicher MC

Shinigaming

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