Dragon Ball FighterZ im Review

Wer mit Dragon Ball aufgewachsen ist, hat sich schon immer gewünscht seine Lieblingscharaktere in einem richtig schönen Prügelspiel zu spielen. Anfang der 2000er verbesserte sich die Dragon Ball Budokai-Reihe mit jedem Titel, das 2D-Gameplay wurde aber nach dem dritten Spiel über den Haufen geworfen und durch genreunübliches 3D-Fighting ersetzt. Nach über einem Jahrzehnt kehrt die Serie wieder zu ihren Wurzeln zurück und präsentiert uns mit Dragon Ball FighterZ ihren bislang wohl eindrucksvollsten Ableger.

Zwei Dimensionen

Nach den beiden Xenoverse-Teilen ist es echt erfrischend wieder ein Dragon Ball zu spielen, das man einfach mit Freunden auf der Couch anwerfen kann, um sich dann in Oldschool-Manier zu prügeln. Optisch fügt sich die Grafik perfekt in das Universum ein und gibt Szenen aus dem Anime in fast hübscherer Optik wieder als gewohnt. Obwohl sich alles auf einer 2D-Ebene abspielt, zoomt die Kamera bei gewissen Szenen wie Spezialattacken heraus und verleiht dem Spiel damit viel mehr Räumlichkeit und Action. Ich bin an dem Punkt, dass ich sogar behaupten würde, dass Arc System Works das Maximum aus der Grafik herausgeholt haben. FighterZ performt perfekt und kann gar nicht schöner und bunter aussehen, als es jetzt über den Bildschirm flimmert.

Keine Transformationen?

Einen großen Part bei Dragon Ball spielen natürlich die Tranformationen. Wer will nicht als Son Goku die verschiedenen Super-Sayajin-Stufen durchprobieren und mit jeder Form den Power-Anstieg spüren? Da Dragon Ball FighterZ, wie auch andere Spiele des Entwicklerstudios, extrem hohen Wert auf Balancing legt, wurde auf eine Tag-Team-Spielweise gesetzt. Es kämpfen stets drei Charaktere pro Spieler, was es ermöglicht, dass nicht jeder Charakter auf einem Power-Level sein muss. Kämpfer wie Krillin brillieren eher dadurch, dass sie Teammitglieder mit ihren Supportfähigkeiten unterstützen. Um das Balancing leichter zu gestalten, sind also keine Transformationen während des Kampfes möglich. Natürlich bieten aber so manche Superattacken Zuckerl und referenzieren damit Magic Moments aus der Serie. Nur manchmal wünscht man sich, dass diese etwas komplizierter zu triggern wären, damit man seine ultimativen Moves auch zu schätzen weiß.

Toriyama approves

Neben dem absolut großartigen lokalen und Online-Kämpfen gibt es für echte Fans auch noch einen Story-Part zu spielen. Dieser ist von Akira Toriyama selbst geschrieben und spielt in einem Alternativszenario, in dem plötzlich unendlich viele Klone der Z-Fighter auftauchen. Diese nach und nach zu besiegen stellt sich als etwas mühsam heraus, da es nur einen Schwierigkeitsgrad gibt und man fast jeden Kampf mit einem Perfect meistert. Wer die Serie allerdings kennt wird sich an den witzigen Charakterinteraktionen erfreuen können, welche Wahlweise in Englisch oder Japanisch genießbar sind. Ein weiteres Highlight ist Android 21, ein eigens für das Spiel geschriebener Charakter, der ein bisschen Abwechslung und Spannung in die drei verschiedenen Story-Arcs bringt.

Das beste Dragon Ball-Game aller Zeiten

Es gibt keinen Fan von Dragon Ball, der dieses Spiel nicht feiern wird. Noch nie waren Animationen so schön, Kämpfe so flüssig und Schlagabtäusche so intuitiv. Aber auch wer mit der Vorlage wenig anfangen kann, wird Dragon Ball FighterZ vermutlich aufgrund des soliden Kampfsystems und der wunderbaren Optik genießen können. Als Fan der Serie weiß ich, dass die Disc noch lang in meinem Laufwerk spinnen wird – vor allem wenn das Roster das nächste Mal erweitert wird.

Was wir nice fanden:

  • Unvergleichbare Visuals
  • Perfektes Balancing
  • Neuer Charakter von Toriyama
  • Mehrere Sprachausgaben

Was wir nicht so nice fanden:

  • Langgezogene Story
  • Superattacken zu leicht

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Bandai Namco ein Review-Exemplar für PlayStation 4 zur Verfügung gestellt. Welchen Charakter spielt ihr am liebsten? Wie findet ihr die neue Story von FighterZ? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Liebt schwarzen Kaffee und Musik mit Schreierei. Ist Gründungsmitglied, aber trotzdem furchtbar schlecht in kompetitiven Spielen. Besitzt ein lebensgroßes Schlüsselschwert um die Welt vor herzlosen Reviews zu beschützen.

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