Digimon Story: Cyber Sleuth – Hacker’s Memory im Review

More of the same

Digimon Story: Cyber Sleuth war das erste Digimon-Spiel in einer Ewigkeit, das es aus seinem Ursprungsland geschafft hat. Obwohl es 2016 als Rerelease eines PS Vita-Games nicht gerade eine Revolution war, waren Fans des Franchises nach solch einer langen Durststrecke von dem Konzept hingerissen. Digimon Story: Cyber Sleuth – Hacker’s Memory soll nun eine Nebengeschichte des Vorgängers erzählen und euch die Möglichkeit geben wieder in die Digimon-Welt einzutauchen.

No girls allowed

In Hacker’s Memory schlüpft ihr in die Rolle eines komplett neuen Hauptcharakters, der auf der Suche nach dem Hacker ist, der ihm seinen Eden-Account gestohlen hat. Eden ist genau wie im Vorgänger die digitale Internet-Welt, in der man sich in Digimon Story herumtreiben kann. Anders als in Cyber Sleuth, wo sich das Bewusstsein des Haupcharakters von seinem Körper getrennt hat und man als eine Art digitaler Geist versucht herauszufinden wie und warum das passieren konnte, steht in der Fortsetzung also etwas weniger auf dem Spiel. Man ist somit auch viel weniger angespornt die Story voranzutreiben. Schade ist außerdem, dass auf die Möglichkeit das Geschlecht eures Avatars auszuwählen verzichtet wurde. Da der ohnehin sehr monotone Main Character kein Voiceover hat, wäre hier also ein Austausch des Models sehr einfach gewesen.

Und weiter geht’s…

Genau wie im originalen Cyber Sleuth zieht man seine neuen digitalen Freunde auf um sie zu größeren und stärkeren Monstern zu züchten. Das hat in Hacker’s Memory zwar genau so viel Charme wie im Vorgänger, aber doch verfliegt der Reiz beim zweiten Mal, trotz einiger neuer Digimon, doch um einiges schneller. Für mich war das Freischalten meiner Kindheits-Favourites die größte Motivation weiterzuspielen. An eben dieser Motivation fehlte es mir nun aber leider – been there done that. Ihr habt die Möglichkeit euer Savegame zu importieren, wodurch ihr sowohl euren Digidex als auch eure Spieltzeit aus Cyber Sleuth mitnehmt. Somit hab ihr in den ersten Spielminuten schon zig Stunden laut eurem Speicherstand, wodurch das Gefühl aufkommt, dasselbe Spiel nochmal zu spielen.

Ctrl + c / ctrl + v

Das merkwürdige Gefühl nach dem Save-Import trägt sich leider durch das gesamte Spiel. Charaktermodelle sowie Gebiete werdet ihr mit Ausnahmen unverändert in Digimon Story: Cyber Sleuth – Hacker’s Memory vorfinden. Als Port eines Vita-Games überzeugt die Optik wieder nicht wirklich und vor allem die steifen Animationen lassen das Game im Vergleich zu Genrekollegen umgangssprachlich erblassen. Die großartige Präsentation, die im vergangenen Jahr von JRPGs wie Nier und Persona geboten wurde, wird hier vergebens gesucht. Das gute Character Design reißt das Spiel allerdings doch etwas heraus und durch die simple Optik im Cell Shading Look sehen die Models sehr charmant aus.

Danke, ich bin satt! Fürs Erste.

Digimon Story: Cyber Sleuth – Hacker’s Memory funktioniert eigentlich nur für all jene die den Vorgänger bis zum letzten Tropfen ausgekostet haben und trotzdem sofort gern eine große zweite Portion hätten. Alle anderen können getrost warten bis ihr Verlangen nach Digimon wieder beinahe bis zur Verzweiflung gestiegen ist, denn für jemanden der den Vorgänger ausgiebig gespielt hat ist es leider kein sonderliches neues Erlebnis. Heißt nicht, dass es ein schlechtes Spiel ist, wenn es mich in der nahen Zukunft wieder nach Digimon lüsten sollte, steht mir ein unterhaltsames und charmantes Spiel zu Verfügung.

Was wir nice fanden:

  • Charmantes Character Design
  • Einige neue Digimon

Was wir nicht so nice fanden:

  • Fragwürdiger Mehrwert zum Vorgänger
  • Geschlecht des Hauptcharakters nicht wählbar
  • Grafik und Präsentation noch immer unaufregend

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Bandai Namco ein Review-Code für Playstation 4 zur Verfügung gestellt. Habt ihr Cyber Sleuth gespielt? Wenn ja, habt ihr euch einen Vorgänger so vorgestellt? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Leidenschaftlicher Pokémon-Breeder, der in jedem Spiel einen Exploit findet. Führt gern hitzige Diskussionen über "wichtige" Themen. Der Felser in der Brandung unserer Redaktion.

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