Forza Motorsport 7 im Review

4K ist da

Nach dem Outback-Abenteuer Horizon gesellt sich Forza wieder zu seinen traditionellen Wurzeln und liefert mit Forza Motorsport 7 den nächsten Teil der renommierten Rennsimulation. Zugegeben, das Rad lässt sich nur so oft neu erfinden, aber es geht immer ein wenig runder. Manchmal aber auch eckiger, wenn Innovationen ins Gegenteil umschlagen.

Boxenstopp

Sprechen wir gleich den Elefanten im Raum an: Microtransactions. Der industriell kultivierte Tumor hat sich schließlich auch seinen Weg nach Forza gebahnt und lockt mit hübschen Kisten und epischem Loot. Von Geld und Erfahrungs-Boostern bis hin zu exklusiven Fahrzeugen ist alles in den verlockenden Truhen enthalten. Natürlich kann man sich alles mit der Zeit erspielen und Lootboxen mit der Spielwährung kaufen, aber eine Premium-Kiste hier und da schadet ja keinem, oder? Nun, nur der Integrität des Spiels. Die größte Enttäuschung hierbei allerdings sind die Booster. Konnte man in Teil 6 noch zusätzlich Geld und Erfahrung sammeln, indem man einfach optische Rennhilfen deaktiviert, sind diese nun hinter besagten Kisten versteckt.

Don’t Pimp my Ride

Der Kern des Spiels bleibt glücklicherweise ohne weitere Paymentwall erhalten. Mit ungefähr 700 Fahrzeugen ist die Auswahl und Anpassung gewohnt umfangreich. Jedoch fehlen aus nicht bekannten Gründen Marken wie Toyota und Lexus. Bis auf zwei Fahrzeuge konnte ich keine weiteren Vertreter der Marke finden. Hoffentlich folgt hier ein Update in einem der kommenden DLC. Allein das Tuning hat einen fragwürdigen Dämpfer bekommen. Es wurden Bauartgenehmigungen eingeführt, die vor allem Fahrzeuge der höheren Klassen für fast alle Modi unbrauchbar machen. Selbst geringes Tuning hebt ihr Rating über die erlaubten Punkte für Karriererennen, aber mit Stock Equipment hat man kaum Chancen gegen die KI-Fahrzeuge. Zum Glück ist das Gameplay selbst wie immer perfekt umgesetzt. Jedes Auto hat ein anderes Handling und Wetter, sowie Bodenbeschaffenheit müssen berücksichtigt werden.

Grafik: 4000/4000

Zum ersten Mal wird 4K unterstützt, damit auch die letzte Schraube am Wagen ein Spotlight hat. Die Bildgewalt von Forza Motorsport 7 ist nicht von der Hand zu weisen und flext mit dynamischem Wetter und realistischen Lichtverhältnissen. 4K wirkt schon eher wie das I-Tüpfelchen. Aber dem akribischen und durch Lootboxen schon frustrierten Spieletester entgehen natürlich keine Schönheitsfehler. In der Cockpit-Sicht verwandelt sich das Spiel in den Rückspiegeln zeitweise in einen Atari 2600-Launchtitel und Regentropfen an der Scheibe wirken wie eine abziehbare Folie am Bildschirm. Trotz der Kleinigkeiten wird man zurzeit keine schönere Rennsimulation finden.

Das eckige Rad

Viele Nachfolger in vielen Bereichen und Belangen mussten es sich schon anhören, aber auch diesmal muss es erneut gesagt werden: Der Vorgänger ist einfach besser. Forza Motorsport 7 macht vieles richtig, aber Teil 6 auch. Es macht leider auch viel falsch und das tat der Vorgänger nicht. Wer den Wahn der Microtransactions nicht unterstützen will, kann mit gutem Gewissen von diesem Titel fernbleiben. Wer aber die Möglichkeit hat Forza in 4K zu spielen, der kann ruhig den einen oder anderen hochauflösenden Blick in die Zukunft wagen.

Was wir nice fanden:

  • Handling wie erwartet perfekt
  • Grafische Bildgewalt

Was wir nicht so nice fanden:

  • Tuning-Restriktionen
  • Microtransactions
  • Exklusiver Content für Lootboxen
  • Rückschritt zum Vorgänger

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Microsoft ein Review-Code für Xbox One zur Verfügung gestellt. Wie denkt Ihr über die Einführung von Lootboxen? Ist der Frust der Spieler gerechtfertigt? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Blizzard-Fan der ersten Stunde und Auffangbecken der Redaktion. Könnte ausschließlich von Videospielen und Reis leben.

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