Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds im Review

Winter is coming

Wie ironisch, dass die ständigen Wetterwechsel fast mein einziger Kritikpunkt an Guerilla Games’ Meisterwerk Horizon Zero Dawn waren, als es im vergangenen März erschien. Mit der Erweiterung The Frozen Wilds wird nämlich ein komplett neues Gebiet inklusive Quest-Line geboten, welches ganz im Zeichen der kalten Jahreszeit steht und nur so vor Schnee strotzt. Schafft Sony mit dem DLC eine nahtlose Verlängerung in der Qualität des Hauptspiels, oder werden wir hier ohne Grund eiskalt zur Kasse gebeten?

Noch einmal Kind sein

Jeder kennt das Gefühl nach dem ersten Schneefall durch die Gegend zu stapfen, während man wie gebannt auf die eigenen Fußspuren starrt. The Frozen Wilds gab mir genau diesen verspielten Vibe. Nach über einem halben Jahr außerhalb von Aloys Welt tauche ich wieder in sie ein und darf ein komplett neues Gebiet erleben, das sich optisch ganz anderer Einflüsse bedient. Es ist nicht nur wahnsinnig interessant seinen eigenen Spuren hinterherzuschauen, sondern hilft auch taktisch, um die Bewegungen der Gegner zu beobachten, oder einfach nur die Auswirkungen eines gerade stattgefundenen Kampfes zu erforschen. Mich wundert nicht, dass die Wahl des Settings auf eine Winterlandschaft gefallen ist, denn der Schneefall wirkt so unglaublich authentisch, dass die Developer wohl keine andere Wahl hatten, als das passende Spiel zu ihrer Engine zu bauen. Selten finde ich es schade keine PlayStation 4 Pro zu besitzen, da mir im Moment 1080p komplett reichen, aber Horizon Zero Dawn schafft es immer wieder die Neugierde auf mehr in mir zu wecken.

Die Liebe im Detail

Das neue Areal, das The Frozen Wilds freischaltet, ist ab Level 30 erreichbar und ähnlich wie in Bloodborne direkt an die Map angeknüpft. Gerade nach dem Spielen von Assassin’s Creed: Origins erstaunt mich, wie viel Liebe zum Detail selbst in den Side-Quests von Horizon steckt. Bei fast jeder Charakterinteraktion hänge ich an den Lippen der Sprechenden und wundere mich, wie gut Motion Capturing mittlerweile funktioniert. Doch es ist nicht nur das gute Writing der Quests – Frozen Wilds bietet in fast jeder Kategorie eine Neuerung: Es führt eine neue Währung ein, welche es erlaubt klimatisch passende Rüstung zu kaufen. Außerdem ergänzt der DLC Aloy um einen neuen Skilltree und zahlreiche andere Upgrades, die im Kampf gegen die komplett neuen Gegnertypen helfen. Das Kampfsystem hat sich natürlich dadurch nicht neu erfunden, worüber man aber in Anbetracht des Gesamtpakets hinwegsehen kann – besonders, wenn man den günstigen Preis von nur € 19,99 bedenkt.

(N)ice-kalt und beeindruckend schön

Wer von Horizon Zero Dawn noch nicht genug hat, kann sich über 15 Stunden in gleicher Qualität des Hauptspiels freuen. Während grafische Finessen den Maßstab für andere Open-World-Games setzen, erinnert einen The Frozen Wilds gleichzeitig, wie gut Guerilla Games das Gegner-Design beherrscht. Mir hat es gefallen Aloy auf diese neue Quest-Reihe zu begleiten und hoffe, dass Sony noch weitere Abenteuer mit ihr plant.

Was wir nice fanden:

  • Visuell einzigartig
  • Bedeutungsvolle Side-Quests
  • Fantastischer Soundtrack
  • Viel neuer Content

Was wir nicht so nice fanden:

  • Schwächen im Kampfsystem bleiben bestehen

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Sony ein Review-Code für PlayStation 4 zur Verfügung gestellt. Wie findet ihr das neue Setting von Horizon? Würdet ihr euch über eine weitere Fortsetzung der Story freuen? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Liebt schwarzen Kaffee und Musik mit Schreierei. Ist Gründungsmitglied, aber trotzdem furchtbar schlecht in kompetitiven Spielen. Besitzt ein lebensgroßes Schlüsselschwert um die Welt vor herzlosen Reviews zu beschützen.

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