Super Mario Odyssey gewinnt die gamescom 2017

“Super Mario Odyssey ist das Sonic ’06 der 3D Mario Titel” – als dieser scherzhafte Satz beim Anspielen des neuen Mario-Abenteuers meine Lippen verließ, hat unser Team böse Blicke kassiert. Zurecht, denn was wir von Odyssey bis jetzt spielen konnten, hat auf jeden Fall einen Eindruck hinterlassen, der gar nicht mit Sonic ’06 gleichzusetzen ist.

Bizarrer Mix geglückt

Die Chance das neue Super Mario anzuspielen, konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, denn es hat nicht umsonst unzählige Preise auf der gamescom abgeräumt. Mit dem Award für Bestes Switch-Game war zu rechnen, aber Odyssey sicherte sich zudem auch den Preis für das beste Familienspiel und ganz unerwartet auch den Titel Best Action Game. Dazu kam dann schließlich noch der Titel Most Wanted unter den Konsumenten und der begehrte Allgemeinsieg mit Best of gamescom. Ja, der Hype um Nintendos neues Baby ist hoch, und auch wir haben uns wie kleine Kinder auf unseren Termin gefreut.

Ausprobieren durften wir im aktuellen Build sowohl eine Art Wüstenwelt und die Großstadt, die bereits im Announcement-Trailer zu sehen war. Erstere war sehr atypisch für die Serie, mit einer verwinkelten aber doch eher linearen Levelstruktur. Die Stadt hingegen bot eher einen großen Spielplatz in der viele kleine Aufgaben zu lösen waren um Monde zu sammeln, die in diesem Teil die Rolle von Sternen einnehmen. Mein McMoment in diesem Level war auf jeden Fall, als Mario über eine Stromleitung auf einen eher abgelegen Wolkenkratzer mit Rasendach geklettert ist, nur um dort den Football der offensichtlich damit spielenden Kinder vom Haus zu treten. Die Reaktion der Kinder nach diesem Vorfall spiegelt auch das Verhalten der anderen Einwohner gegenüber dem kleinen Klempner wider: Er wurde dezent ignoriert. Dies jedoch fügt dem ungewohnt realistischen Setting noch mehr Humor hinzu.

Mario behütet unsere Herzen

Die Funktion Marios neuen Hutfreundes Gegner zu übernehmen fühlt sich sehr erfrischend an, ist aber zeitgleich sehr intuitiv, einfach zu verwenden und fügt sich perfekt in die altbekannte Steuerung ein, die auch in diesem Teil so gut wie eh und je ist. Durch die neue Mechanik spielt sich Odyssey extrem dynamisch – man experimentiert einfach liebend gerne, denn es gibt unzählige neue Szenarien, die sich durch die Übernahme gewisser Charaktere und Gegenstände ergeben. Passend wurde das englische “cap-turen” im Deutschen auf “kap-ern” umgemünzt. Erst dachten wir “behüten” wäre wohl die sinnvollste Übersetzung, aber diese Wortwahl wäre dann doch vielleicht etwas zu freundlich gewesen.

Solange Nintendo hier nicht komplett den Bock abschießt wird Super Mario Odyssey zum Release am 27. Oktober vermutlich so sehr begeistern wie bereits zur E3 und zur gamescom. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie viele Plätze des GOTY-Treppchen dieses Jahr an Nintendo gehen und ob es mit dem absolut genialen Breath of the Wild gleichziehen kann.

Shinigaming

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  • Leidenschaftlicher Pokémon-Breeder, der in jedem Spiel einen Exploit findet. Führt gern hitzige Diskussionen über "wichtige" Themen. Der Felser in der Brandung unserer Redaktion.

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