Patapon Remastered im Review

Patapon war seiner Zeit ausgelegt auf die Platform auf der es erschienen ist, die PSP. Damals in 2007 ließen simple Artstyles Spiele trotz limitierter Power der Hardware gut aussehen und performen. Damit stellt sich die Frage ob eine Neuauflage in Form von Patapon Remastered notwendig war, beziehungsweise auf einer Heimkonsole überhaupt spielenswert ist?

I say Pata, you say Pon

Als neue Gottheit der Patapon liegt es an euch die Kriegstrommeln für eure kleinen Untergebenen erklingen zu lassen. Um in den Levels voranzukommen müssen über verschiedene Tastenkombination Befehle gegeben werden. Der Haken ist allerdings, dass man beim Trommeln immer im Takt bleiben muss, denn Patapon ist ein Rhythme-Game. Die simpelsten Kommandos sind ein Vorwärtsmarsch und Angriff. Hat man jedoch alle Trommeln freigeschalten, eine je Symboltaste, gibt es mehr Möglichkeiten, die den Spielablauf ein wenig komplexer gestalten. In den Levels bekommt man Equipment und Crafting-Ressourcen in Form von Drops, die man für die Verstärkung und Erstellung eurer Gefolgsleute verwenden kann. All diese Systeme lassen Patapon um einiges komplexer erscheinen, als es anfänglich suggeriert. Wer allerdings Hardcore Micro-Management sucht, ist hier fehl am Platz. Das ist aber kein Problem, denn gerade wegen des einfachen Konzepts funktioniert alles wie es soll, und eine lange Combo durch die man ganz einfach über ein ganzes Level rollt macht ziemlich Laune.

Größer ist nicht immer besser

Im Herzen ist Patapon Remastered leider ein Handheld-Titel geblieben – wie soll es auch anders sein, wenn lediglich die Grafik verbessert wurde? Wenn ich mich überzeuge meine PS4 zu starten, bin ich oft motiviert gleich eine längere Sitzung abzuhalten. Die Levels in diesem Spiel sind jedoch kurz gehalten und eher in Dosen zu genießen. Bei der ursprünglichen Version konnte man schnell mal eine Mission spielen und die PSP wieder zur Seite legen. Eine Option, die auf der Heimkonsole logischerweise entfällt. Auf eine Vita-Version wurde verzichtet, was die Option auf eine in diesem Bezug traditionellere Experience zunichte macht. Patapon Unremastered hingegen, ist sehr wohl für Vita erhältlich, und das für nicht einmal die Hälfte des Preises. Dass sich ein stilistisch simpler Artstyle großartig hält ist nicht verwunderlich und so bietet das PSP Classic eine gute Alternative. Zu empfehlen wäre die neue Version also eher für Menschen, die weder eine PSP noch Vita haben, und die sich mit dem für Konsolen untypischen Pacing anfreunden können, beziehungsweise 4K einfach unwiderstehlich finden.

Auf jeden Fall ein Klassiker…

Als ich Patapon das erste Mal gespielt habe, war es doch eher unscheinbar, aber der entspannende Spielablauf und niedliche Artstyle sind mir stets positiv in Erinnerung geblieben. Allein wegen der Einzigartigkeit wäre es fast zu empfehlen das Spiel einmal auszuprobieren, in welcher Form auch immer. Vielen wäre vermutlich besser gedient, wenn sie einfach das Original auf Vita oder PSP spielen. Wer auf experimentelle Rhythm-Games steht und noch keine Chance hatte den PSP-Klassiker in seiner Urform zu erleben, kann beherzt zu Patapon Remastered greifen.

Was wir nice fanden:

  • Angenehme Experience
  • Minimalistischer Stil
  • Einzigartiges Spielerlebnis

Was wir nicht so nice fanden:

  • PSP Version billiger bei ähnlichem Erlebnis
  • Nicht für lange Sessions gedacht

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Sony ein Review-Code für Playstation 4 zur Verfügung gestellt. Wie gefällt euch das Remaster von Patapon? Besitzt ihr auch das Original für die PSP? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Leidenschaftlicher Pokémon-Breeder, der in jedem Spiel einen Exploit findet. Führt gern hitzige Diskussionen über "wichtige" Themen. Der Felser in der Brandung unserer Redaktion.

  • Show Comments

Leave a Reply