Snipper Clips im Review

Zusammen schneidet man am besten ab

Snipper Clips ist ein Musterbeispiel dafür, wie man ein simples Launch-Game auf den Markt bringen kann, das Menschen überzeugt die Konsole zu kaufen ohne eine glorifizierte Tech-Demo zu sein. Der Download-Titel reizt die Switch zwar nicht aus, bietet aber ein simples Spielkonzept, das trotzdem komplexe Level ermöglicht und perfekt zu den Eigenheiten der Hardware passt. Meet Snipper Clips!

Don’t cut me, bro!

Das Spielprinzip von Snipper Clips ist schnell erklärt. Die zwei Spielfiguren können gegenseitig ihre Form zuschneiden um diverse Level zu lösen. Das eröffnet verschiedenste Arten von Puzzles: Eine Form muss genau gefüllt werden, ein Basketball muss in einem Korb landen, oder es gilt gewisse Punkte des Levels zu erreichen, indem man sich gegenseitig präpariert. Die Lösung ist dabei den Spielern frei überlassen – viele Stages haben vermutlich gar keinen perfekten Lösungsweg. Der gemeinsame Nenner ist leicht ersichtlich: Immer wird irgendjemand zugeschnitten, geformt oder zerstückelt. Das Gameplay ist ausgesprochen frisch und passt sehr gut in Nintendos familienfreundliches Line-Up. Dass Snipper Clips auf jeden Fall auf Co-Op ausgelegt wurde, ist dadurch, dass man sowieso immer die beiden Joy-Cons dabei hat, und diese die einzige Steuerungsmöglichkeit des Spiels darstellen, kein Problem. Im Gegenteil: Das Konzept mimt die Konsolenarchitektur perfekt, sodass ich mir wünschen würde, dass das Spiel bei jeder neuen Switch mit dabei wäre. Zum Glück gibt es aber eine kostenlose Demo im eShop, welche erlaubt in die ersten Levels des Spiels einzutauchen und dabei richtig auf den Schnippsgeschmack zu kommen.

Ein schlachten des Sparschweins wert

Trotz der sehr einfallsreichen Spielformel ist Snipper Clips nicht unfehlbar. Weder der Pro-Controller noch der Joy-Con-Grip werden vom Spiel unterstützt, was die primäre Steuerung durch die Joy-Cons nicht zur einfachen Alternative macht, sondern zum eingeschränkten Standard – zumindest die Option zu haben wäre schön gewesen, Nintendo. Über diesen Nachteil kann man aber leicht hinwegsehen, vor allem mit dem grandiosen Preis-Leistungsverhältnis, das hier geboten wird. Nicht nur, dass viele Levels mit dabei sind – die verschiedenen Lösungswege erlauben einfach so viel Spielplatz dafür, sich mit der interessanten Spielmechanik auseinanderzusetzen. Die extrem komischen Gesichtsausdrücke der Spielfiguren und der unverbrauchte Papercraft-Artstyle sind dann noch das Icing auf dem angeschnittenen Cake.

Let me show you how it’s done!

Wenn man schon im Besitz einer Nintendo Switch ist, kann man mit dem Kauf von Snipper Clips eigentlich nichts falsch machen – außer man hat wirklich keinen Spaß mit anderen Menschen, oder möchte seine Freunde nicht von Zeit zu Zeit ein bisschen zerschnippseln. Nintendo zeigt, dass auch ein simples Launch-Game problemlos überzeugen kann, und neben einem Breath of the Wild keinesfalls untergehen muss.

Was uns gefallen hat:

  • Großartiges Spielkonzept
  • Sehr unterhaltsamer Co-Op
  • Liebevoller Artstyle
  • Gesichtsausdrücke der Figuren

Was uns nicht gefallen hat:

  • Joy-Cons als einzige Inputmethode

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Nintendo ein Review-Code für Nintendo Switch zur Verfügung gestellt. Mit wem werdet ihr euch durch die Level schnippseln? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Leidenschaftlicher Pokémon-Breeder, der in jedem Spiel einen Exploit findet. Führt gern hitzige Diskussionen über "wichtige" Themen. Der Felser in der Brandung unserer Redaktion.

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