The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Review

Ein atemberaubendes Abenteuer

Seit Nintendos ersten Stunden im Konsolen-Business begleitet uns Link mit dem Zelda-Franchise und ist als Kultfigur der Branche regelrecht nicht mehr wegzudenken. Nur die Wii U musste lange auf ein eigenes Spiel rund um unseren Held und die Prinzessin von Hyrule warten – sogar so lange, dass The Legend of Zelda: Breath of the Wild jetzt auch zeitgleich zum Launch der neuen Nintendo Switch erscheint. Kann das Spiel die jahrzehntelange Erfolgsserie fortsetzen?

Grenzenlose Weiten

Breath of the Wild ist furchteinflößend gigantisch. Verglichen zu früheren Zelda-Teilen, die Spieler meist durch sehr abgegrenzte Areale leiteten, schlägt es einen komplett anderen Weg ein und bietet die allererste wahre Open-World des Franchises, welche durch wunderschönes Design und subtile Hintergrundmusik zum Erkunden einlädt. Das einzige was euch zurückhält ist eure Stamina, welche für längeres Schwimmen, Gleiten und Klettern in Anspruch genommen wird. Im Gegenzug wird jedoch komplett auf Invisible Walls verzichtet, was zum Beispiel ein frisch erschienenes Horizon: Zero Dawn nicht von sich behaupten kann. Alles was man sehen kann, kann man auch besteigen – bis auf Prinzessin Zelda selbst vielleicht. Will man also, dass sich einem die Welt komplett erschließt, muss man sich Upgrades erarbeiten um längere Strecken auf sich nehmen zu können. Dies geschieht in Breath of the Wild in Form von über 200 Schreinen, die von cleveren Rätseln bis hartnäckigen Gegnern viel Abwechslung in kleinen Portionen bieten.

Der Kampf ums Überleben

Nüchtern betrachtet rüstet Breath of the Wild Features nach, die bei Genre-Kollegen schon längst Usus sind. Ähnlich wie in Assassin’s Creed wird auf Türme geklettert und Teile der Map aufzudecken, während das viele Sammeln und Craften an Tomb Raider oder Far Cry erinnert. Was am meisten auffällt, ist aber die Kurzlebigkeit der Waffen. Realistisch nutzen sie sich je nach Material mit jedem Schlag weiter ab und sind nicht reparierbar, was dem regelmäßigen Looten eine noch größere Wichtigkeit zuordnet. Man kann also durchaus sagen, dass Breath of the Wild einen großen Schritt gewagt hat und jetzt definitiv anders wirkt – dieses Mal gibt es beispielsweise zum ersten Mal Synchronstimmen für die Charaktere, was für mehr Immersion in den Zwischensequenzen sorgt. In Summe passen die vielen Leihnahmen und Neuerungen sehr gut zum Zelda-Konzept und resultieren in einem leichten Twist. Es fühlt sich nicht ganz so wie üblich an, aber doch sehr vertraut.

An der technischen Grenze?

Während mir im Handheld-Mode keine Leistungseinbrüche aufgefallen sind, waren diese auf dem Fernseher umso prominenter. Da die Switch mobil auf 720p läuft und im Dock auf 900p erweitert wird, stößt die Konsole teilweise an ihre Grenzen. Ob das an unoptimiertem Game-Desing liegt, oder an zu schwacher Hardware, wird sich erst im Laufe der kommenden Jahre zeigen. Fakt ist allerdings, dass die Frames bei strahlendem Sonnenschein mit vielen Schatten und Grasanimationen schon mal auf knappe 20 Stück pro Sekunde droppen können. Auch in Kämpfen ist das manchmal ein Problem, was mich oft dazu gezwungen hat doch lieber im Handheld-Mode zu spielen. Die gelegentlichen Ruckler sind aber auch wirklich das einzige Manko des sonst absolut bemerkenswerten Spiels, das am besten in allen anderen Situationen genossen wird, als am großen Screen.

Ein Meisterstück aus dem Hause Nintendo

The Legend of Zelda: Breath of the Wild nimmt euch auf eine magische Reise durch ein faszinierendes, wunderschön gestaltetes Universum. Die zahlreichen Neurungen symbiosieren perfekt mit den klassischen Zelda-Elementen und bilden ein eindrucksvolles Produkt, welches zu dutzenden abenteuerreichen Stunden einlädt. Egal ob für Wii U oder die neue Nintendo Switch – das Warten hat sich definitiv gelohnt.

Was uns gefällt:

  • Frischer Wind durch Survival-Aspekt
  • Riesige Open-World
  • Eindrucksvolle Cinematics
  • Grandioses Sound-Design

Was uns nicht so gut gefällt:

  • Performance-Probleme

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Nintendo ein Review-Exemplar für Nintendo Switch zur Verfügung gestellt. Was haltet ihr von der riesigen, offenen Welt von Breath of the Wild? Könnt ihr euch mit den neuen Synchronstimmen anfreunden? Hinterlasst uns einen Kommentar auf FacebookTwitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Leidenschaftlicher Pokémon-Breeder, der in jedem Spiel einen Exploit findet. Führt gern hitzige Diskussionen über "wichtige" Themen. Der Felser in der Brandung unserer Redaktion.

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