Dragon Quest VIII: Die Reise des verwunschenen Königs im Review

Ein weiteres Abenteuer erscheint auf dem 3DS!

Nach eineinhalb Jahren schafft es nun endlich das Nintendo 3DS-Remake des PS2-Klassikers vom japanischen in den deutschsprachigen Raum. Dragon Quest VIII: Die Reise des verwunschenen Königs ist ohne Zweifel eines der großen Highlights der Reihe, dessen Charakterdesign von keinem geringeren als Akira Toriyama, dem Urvater des Shounen-Manga, stammt. Aber war es wirklich notwendig nach dem Smartphone-Remake auch noch eine 3DS-Version auf den europäischen Markt zu bringen?

Mehr Kröte als König

Gleich mal vorweg: ich persönlich war bisher kein bisschen mit dem Dragon Quest-Franchise vertraut, was aber nicht heißt, dass ich nie Interesse an den Rollenspielen hatte. Als großer Toriyama-Fan begeisterte mich vor allem immer das vertraute Charakterdesign. Allerdings hatte ich nie die Möglichkeit mich mit auch nur einem einzigen Teil auseinander zu setzen. Deshalb bin ich froh, dass es Dragon Quest VIII tatsächlich zu uns auf den 3DS geschafft hat, damit auch ich endlich einmal Dragon Quest-Gebiet betreten darf.

Der Plot des Games ist eigentlich relativ simpel. Als Held der Geschichte begleitet ihr einen verwunschenen König, der von einem bösen Magier mit dem Namen Dhoulmagus in eine ziemlich hässliche krötenähnliche Gestalt verwandelt wurde. Gemeinsam mit eurem ersten Party-Mitglied Yangus macht ihr euch auf die Suche nach dem Fiesling, um den König und auch seine Tochter, die Dhoulmagus so nebenbei in ein Pferd verzauberte, in ihre ursprünglichen Gestalten zurück zu verwandeln.

Die Handlung mag jetzt nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sein. Dennoch schafft es Dragon Quest VIII mit vielen Interaktionen zwischen den unterschiedlichen Charakteren witzige Unterhaltungen und Beziehungen aufzubauen. Die ein oder andere Figur mag eventuell mal ein wenig zu viel nerven, dennoch verläuft die Story flüssig und sorgt mit viel Humor und einem wahrhaft fantastischen Soundtrack für genügend Pepp.

Wer braucht schon Tutorials?

Dragon Quest VIII bedient sich einem typisch rundenbasierten Kampfsystem. Im Laufe der Geschichte stoßen allerdings immer mehr Charaktere hinzu, die mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Ausstattungen für enorme Varietät im Gameplay sorgen. Ebenso sollten Skill-Punkte, die mit jedem Level-Up gewonnen werden, mit Bedacht eingesetzt werden. Somit sorgt man nämlich für ein Spielerlebnis, das seinen Vorlieben stark angepasst werden kann.

Was das Gameplay angeht, so hat Dragon Quest VIII genau meinen Geschmack getroffen. Dennoch war die Tatsache, dass meine Gegner keine sichtbare HP-Leiste hatten, eine echte Tortur. Ich empfand es manchmal als etwas schwierig, meine Schritte voraus zu planen, da ich nie wusste, wie stark mein nächster Angriff sein musste, um das mir gegenüberstehende Monster zu besiegen.

Ein weiterer negativer Punkt, der mir mehrfach aufgefallen ist, ist das Nichtvorhandensein von Tutorials. Ja, Tutorials nerven oft gewaltig. Dennoch sind sie manchmal notwendig, um einem ein Spiel einfach näher zu bringen. Ich wusste beispielsweise nicht, wie ich meine Skill-Points anfangs richtig einsetze, und habe somit den ein oder anderen hartverdienten Punkt völlig verschwendet. Ebenso waren mir diverse Funktionen im Kampf völlig fremd. Erst später bin ich darauf gekommen, dass es Charaktere gibt, die dir Informationen zur Spielweise geben können (allerdings war das dann meist viel zu spät, da ich eh schon wusste, wie der Hase läuft).

Stell dich der Gefahr!

Apropros Laufen! In Dragon Quest VIII laufen unglaublich viele Gegner in verschiedenen Gebieten rum. Es steht jedoch die Frage im Raum, ob das wirklich eine kluge Idee von den Entwicklern war. Random-Encounters können einen zwar auf den Geist gehen, sind allerdings durchaus praktisch, wenn es darum geht, das Level eines Charakters schnell und einfach zu erhöhen. Bei Dragon Quest VIII habe ich mich dabei erwischt, allen möglichen Gegnern einfach auszuweichen, damit ich umso schneller einen Dungeon erledigen konnte. Böser Fehler – Vor allem als ich dann vor einem Boss stand, der mich ohne mit der Wimper zu zucken einfach beseitigt hat (und ich vor Ewigkeiten in der letzten Kirche gespeichert habe).

Dragon Quest VIII hat mich definitiv gelehrt, dass ich mich der Gefahr stellen muss (auch wenn sie mich noch so nervt). Aber nach und nach habe ich festgestellt, dass das repetitive Hochleveln meiner Party-Mitglieder mir durchaus gute Laune bereitet, was vor allem deren speziellen Fähigkeiten und Ausrüstungen zu verdanken ist.

Immer nur her damit!

Egal, ob für Fans des Franchises oder komplette Neulinge: Dragon Quest VIII macht auf jeden Fall jede Menge Spaß. Die Story verläuft flott, das Gameplay macht Bock auf mehr und die Charaktere plus deren Design bereiten einem ein großes Lächeln auf’s Gesicht. Ich kann also nur hoffen, dass es in Zukunft noch mehr Remakes (egal ob für Smartphone oder den 3DS) der beliebten Dragon Quest-Reihe zu uns nach Europa schaffen.

Was uns gefällt:

  • Witzige Charaktere
  • Unterhaltsames Gameplay
  • Großartiger Soundtrack
  • Guter Einstieg für Neulinge

Was uns nicht gefällt:

  • Mangel an Tutorials
  • Fehlende HP-Leiste der Gegner

Shinigaming

Für diesen Artikel wurde uns von Nintendo ein Muster für Nintendo 3DS zur Verfügung gestellt. Was haltet ihr von Dragon Quest VIII? Welcher Teil der Reihe ist euer Favorit? Hinterlasst uns einen Kommentar auf Facebook, Twitter, oder gleich hier unter dem Post!

  • Quotenfrau mit einer ungesunden Obsession für koreanische Musik, Essen und Fernsehserien. Liebt Fighting-Games und JRPGs. Besitzt ein lebendiges Evoli, und ist wahrscheinlich der größte Tollpatsch Mitteleuropas.

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